Archiv der Kategorie: Zivilisation A-Z

Bei vielen Neuerungen ist man zunächst begeistert von den Vorteilen. Die Nachteile sind oft versteckt und machen sich erst später bemerkbar. Daher lohnt sich ein kritischer Blick auf den sogenannten “Fortschritt”.

Coca-Cola nimmt Einfluss auf Forschung

Mit 120 Millionen Dollar hat Coca-Cola wissenschaftliche Forschung zum Thema Übergewicht unterstützt, in Form von „Gesundheitspartnerschaften“. Das ist nun aufgeflogen. Allein die Universität Colorado hat 1,5 Mio Dollar erhalten. Dafür hat sie zugesichert, als Ergebnis ihrer Studie zu zeigen, dass nicht zu viel Zucker, sondern Bewegungsmangel verantwortlich für Übergewicht ist. Es wird Zeit, die Großkonzerne zu stoppen. Fangen wir damit an, ihre Produkte nicht mehr zu kaufen!

Quelle: Coca-Cola will in Europa transparenter werden

Lichtverschmutzung

In unseren Städten werden wir rund um die Uhr beleuchtet. Das hat viele Schattenseiten- die innere Uhr wird gestört, der Schlafrythmus kommt durcheinander, und der Sternenhimmel verschwindet.

Quelle: Phänomeme

 

Straßenlaternen, Ampeln, Wohnbeleuchtung: Unsere Nächte werden immer heller – mit erheblichen Folgen. Lichtmüll raubt Tieren die Orientierung und kann Menschen krank machen.
Quelle: Lichtverschmutzung – Schattenseiten des Lichts – Wissen – Süddeutsche.de

Neues Natur-Magazin – Was die wilden Kerle wollen

Jetzt gibt es die männliche Antwort auf die Zeitschrift „Landlust“ am Kiosk: „Walden“, das Outdoor-Magazin für den Mann. Die Sehnsucht nach Natur scheint gerade voll im Trend zu liegen- nur dass man die Natur anscheinend lieber beim Blättern im Magazin auf dem Sofa oder im Urlaub genießt, statt sein Stadtleben aufzugeben und wirklich in und mit der Natur zu leben. Sehr schön die verlagseigene Beschreibung des Produktes in den Anzeigenverkaufsunterlagen: „WALDEN verkörpert die Sehnsucht nach Natur, stilvollem Unterwegssein und ursprünglichen Outdoor-Erlebnissen. WALDEN steckt voller authentischer Erfahrungen, die man sich am Lager- oder Kaminfeuer weitererzählt.“ Die Zielgruppe des Magazins sind nach Verlagsangaben aber nicht echte Naturburschen, obwohl ja das Wort „authentisch“ sehr gehäuft in der Magazinbeschreibung auftaucht, sondern Städter, die „mit Apple telefonieren, Monocle lesen, DriveNow und Golf Variant für den Wochenendausflug fahren, Redwing-Boots und 3Sixteen-Jeans tragen. Sie stehen voll im Beruf, sind in der digitalen Welt zu Hause und gerade deshalb auf der Suche nach wahren Erlebnissen, ursprünglichen Naturerfahrungen und handgefertigten Produkten mit großer Qualität und authentischer Geschichte.“ Schon wieder das Wort authentisch. Na ja, es gilt eben: „Natur ist in dem Maße präsent, wie sie uns tatsächlich abhanden kommt.“

Rückbesinnung aufs Wesentliche: Im Magazin „Walden“ erfahren Männer jetzt, wie schnell ein Grizzlybär rennt.

Quelle: Neues Natur-Magazin – Was die wilden Kerle wollen

Umweltschutz: Gummibäume schädigen Artenvielfalt

Der Gummiverbrauch steigt. Der größte Teil davon wird von der Reifenindustrie verbraucht, davon wiederum der größte Teil für Flugzeugreifen. Wieder ein Grund mehr, auf Flugreisen möglichst zu verzichten.

Gummibaum-Plantagen wirken sich genauso verheerend auf die Artenvielfalt Südostasiens aus wie die viel diskutierten Monokulturen der Ölpalme.

 

Quelle: Umweltschutz: Gummibäume schädigen Artenvielfalt

Aroma

Mit künstlichen Aromen päppelt die Lebensmittelindustrie die möglichst billig hergestellten Lebensmittel auf einen immer gleichen Einheitsgeschmack. Dabei liegt das Problem nicht nur in der Schädlichkeit der künstlichen Aromastoffe. Der Geschmackssinn wird auch an die überdosierten künstlichen Aromen gewöhnt, so das das Gefühl für die feinen Geschmacksnuancen der natürlichen Lebensmittel verloren geht.

Die Tricks der Lebensmittelbranche (SZ)