Wie billig kann Bio sein?

Bio-Lebensmittel nach EG-Bio Standard sind zwar besser als Lebensmittel aus konventioneller Landwirtschaft, die Missstände sind aber auch in diesem Bereich immens. Das Problem besteht darin, dass die einstigen guten Ansätze der biologischen Landwirtschaft auf industriellen Maßstab aufgeblasen werden, und damit ein großteil der Vorteile wieder verloren geht.
In dem Filmbeitrag wird gezeigt, dass…

  • Bio-Kartoffeln in den Biosupermärkten und Bio-Kartoffeln bei Rewe und Edeka aud Ägypten importiert werden, was für den Kunden nur schwer zu erkennen ist. Problem: Transport und immenser Verbrauch von fossilem Grundwasser in Ägypten. Deutsche Biobauern bleiben auf ihren Kartoffeln sitzen und müssen sie verfüttern oder zu Biogas verarbeiten.
  • Bioeier der Eigenmarken aller Handelsketten (auch Alnatura und Co.) kommen inzwischen aus Massenproduktion mit Betrieben, die 15.000 Hühner in einer Anlage halten und wo schlimme Verhältnisse herrschen.

Um es aber klar zu sagen: die Kritik am Massen-Bio wird häufig als Argument genutzt, doch wieder konventionell einzukaufen. Dort herrschen aber natürlich noch schlimmere Verhältnisse, mit Einsatz von Pestiziden etc. Wer also keine Verhältnisse möchte, wie sie im Film gezeigt werden, darf erst recht nicht konventionelle Ware kaufen.

Notwendige Veränderungen

  • Kleinbäuerliche Strukturen
    Nachhaltige Versorgung mit Lebensmitteln kann nur in kleinbäuerlichen Strukturen funktionieren. Wie der Beitrag mal wieder zeigt, führt Produktion im Industriellen Maßstab zwangsläufig zu Problemen.
  • Regionale Erzeugung
  • Höhere Preise für Lebensmittel

Das kann jeder tun

  • Möglichst nicht im Supermarkt einkaufen (auch nicht im Biosupermarkt)
  • Bereit sein, deutlich mehr Geld für Lebensmittel auszugeben
  • Regionale Produkte auf dem Markt einkaufen
  • Bei einer Food Coop mitmachen
  • Bei einem Projekt für solidarische Landwirtschaft mitmachen

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